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Montag, 31. Dezember 2012





Herzlichen Dank 
für Eure grosse Treue zu meinem Blog und 
für die vielen spannenden Kommentare im 2012.


Ich wünsche Euch allen einen guten Sprung ins neue Jahr
und im 2013 die allerbeste Gesundheit und viele angenehme Stunden.
 

Noch etwas zu allfälligen Vorsätzen für das neue Jahr:

"Für Wunder muss man beten, 
für Veränderungen aber arbeiten."
 
Thomas von Aquin
Er lebte von ca. 1225 bis 1274 bei Aquino in Italien.
Er war Dominikaner und einer der einflussreichsten Philosophen und bedeutendsten Theologen der Geschichte.



:)

Sonntag, 30. Dezember 2012

Die Zeit wird langsam knapp





Die Zeit wird langsam knapp,
das Jahr neigt sich dem Ende entgegen.


"Es ist nicht wenig Zeit, 
die wir zur Verfügung haben, 
sondern es ist viel Zeit, 
die wir nicht nutzen.​"

Lucius Annaeus Seneca, genannt Seneca der Jüngere 
wurde etwa im Jahre 1geboren und starb im Jahre 65 n. Chr. in der Nähe Roms. 
Er war ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann und als Stoiker einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit.  





Samstag, 29. Dezember 2012

Ich habe genug!





Die unsauberen Schweizer Banken mit ihren fragwürdigen Machenschaften – das ewige "Rosinenpicken" der Schweiz im Ausland – das erpresserische Muskelspiel der mächtigen EU mit Androhung der Kavallerie – die bedrohliche Zunahme der Wohnbevölkerung mit ihren negativen Auswirkungen – der unendliche Krieg im nahen Osten, der mich verfolgt, seit ich mich erinnern kann – die moderne Sklaverei durch unsere skandalöse Ausbeutung der Ärmsten in der dritten Welt – die Macht- und Geldgier der Menschen, die Verbreitung von Nuklearwaffen, die Diktatoren, die Einwanderung, die Zersiedelung, die Tierhaltung, die Klimaerwärmung, die Umweltverschmutzung,  das Wasser, Atom, Kriege, Flüchtlinge, Kindersoldaten, Sozialschmarozer, Hunger, Elend, Not ……. –  ach, ich mag es nicht mehr hören – Jahr für Jahr, Tag für Tag, Stunde für Stunde, Nachricht für Nachricht, immer dasselbe, seit ich mich erinnern kann.

Ich habe genug davon!

Es ändert sich sowieso nichts, es kommt alles immer wieder. Es wird immer so sein und  immer so bleiben.
Die Menschheit wird nie dazu lernen und der Mensch kann sich grundsätzlich nicht ändern.

Ich habe die Hoffnung (fast) aufgegeben.




Freitag, 28. Dezember 2012





"Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück.
Eine Frau weicht nur zurück, 
um besser Anlauf nehmen zu können."

Zsa Zsa Gabor
ist eine bald 96 jährige, US-amerikanisch-ungarische Film-Diva.



:) 

Donnerstag, 27. Dezember 2012





"Der Vorteil der Klugheit besteht darin, 
dass man sich dumm stellen kann. 
Das Gegenteil ist schon schwieriger.​"

Kurt Tucholsky
Übrigens, einigen könnte vielleicht nicht bekannt sein, dass Tucholsky auch unter den Pseudonymen:
Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel, Paulus Bünzly, Hugo Grotius, Theobald Körner und 
Old Shatterhand schrieb.




;)

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Boxing Day





Boxing Day

Der 26. Dezember – unser Stephanstag, der seit dem 5. Jahrhundert in Erinnerung an das Martyrium des heiligen Stephanus begangen wird – wird in England und in zahlreichen Ländern des Commonwealth als Boxing Day – wörtlich übersetzt "Geschenkschachtel-Tag" – bezeichnet.


Für den Ursprung des Begriffes gibt es gemäss Wikipedia diverse Erklärungen:
  • Am Boxing Day wurden den Hausangestellten von ihren adligen Herrschaften Geschenke in einer Schachtel (Box) überreicht.
  • Vor vielen Jahren war es in Großbritannien gängige Praxis, dass Angestellte am Tag nach Weihnachten, wenn die Arbeit wieder aufgenommen wurde, mit kleinen Schachteln zu ihren Arbeitgebern gingen, um sich damit ihren Jahresbonus abzuholen.
  • In Kirchen wurde speziell zu Weihnachten Geld in einer Box gesammelt, das am Tag danach an die Armen verteilt wurde.
  • Da viele Bedienstete Weihnachten arbeiten mussten, konnten sie ihre Geschenke erst am folgenden Tag öffnen.
Heute sind an diesem Tag vor allem die Pubs überfüllt und es ist in England verbreitete Tradition zum Sport zu gehen. In der Regel zum Fussball, nicht zum Boxen.

 Quelle: Wikipedia




:)


Dienstag, 25. Dezember 2012






Weihnachtszeit! 
Wer spricht von Siegen? 
Überstehen ist alles!

Rainer Maria Rilke
Übrigens, der bedeutende deutschsprachige Lyriker wurde am 4. Dezember 1875   als 
René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke 
in Prag geboren und er starb am 29. Dezember 1926 nur gerade 25 Tage nach seinem 50. Geburtstag 
im Sanatorium Valmont bei Montreux (Schweiz) an Tuberkolose.
Er ist auf dem idyllischen Bergfriedhof von Raron im Wallis beigesetzt 
und ich stand schon mehr als einmal an seiner Grabstätte.





:)

Wie nennt sich eigentlich ......?






Wie nennt sich eigentlich 
die Weihnacht 
am Tag?


 So schön sieht er bei uns aus.
 





Ich wünsche allen einen schönen Weih...... tag.



:)

Montag, 24. Dezember 2012

Es weihnachtet im Bahnhofs-Bistro








Es weihnachtet im Bahnhofs-Bistro


„Ach, Entschuldigung!“, faucht eine männliche Stimme etwas gereizt hinter ihr, von oben herab. „Sie sitzen aber auch mitten im Durchgang."

Reflexartig greift Anna nach einem unterdrückten „Au!“, an die betroffene Stelle an ihrem Hals und die kalten Finger ihrer feingliederigen, rechten Hand lindern dabei etwas den brennenden Schmerz.
Sie braucht einen kurzen Moment, bis sie begreift, was soeben geschehen ist.
Hinter ihr war jemand an ihren Stuhl gestossen und dabei schwappte ein Teil seines heissen Getränkes über und traf ihre rechte Schulter und einige Spritzer eben auch ihren Hals. Nun steht er etwas unschlüssig da, in der einen Hand die Henkeltasse von der sich soeben noch ein letzter Kaffeetropfen löste und in der anderen den Teller mit einem Stück Kuchen. Die kleine Gabel war bei seiner ausweichenden Bewegung scheppernd zu Boden gefallen und liegt nun unter ihrem Stuhl.
„Hat es etwas gemacht?", erkundigt sich nun die raue Stimme knapp.
Anna wendet sich so gut wie möglich nach hinten, kann aber nur ein schwarzes T-Shirt mit einem Aufdruck sehen, denn weiter nach oben, kann sie in ihrem Alter, den Kopf nicht mehr drehen.
„Nein, nein, es ist schon gut, Entschuldigung!“, hört sich Anna daraufhin mit einem feinen Stimmchen antworten.
Erst jetzt, als die Person ohne sich nochmals umzudrehen entfernt, kann sie einen schlaksigen, jungen Mann mit ganz kurzen Haaren ausmachen, der nun am anderen Ende des Gastraumes an einem Tisch Platz nimmt, an dem bereits ein paar Jugendliche grinsend in den Stühlen liegen.
An den übrigen, gut besetzten Tischen sieht man der Szenerie teilnahmslos zu oder man ist mit sich selbst beschäftigt und hat den kleinen Zwischenfall scheinbar gar nicht bemerkt.

Anna greift mit leicht zittrigen Händen nach ihrer schwarzen Handtasche, die sie mit der linken Hand krampfhaft auf ihren Knien hält und sucht ein Taschentuch, um wenigstens das Gröbste auf ihrer dunklen Jacke etwas abzutupfen. Dort wird man den Kaffee wahrscheinlich kaum sehen. Aber sie befürchtet, dass auch ihr weisser Blusenkragen etwas davon abgekommen hat und sich an der Stelle inzwischen ein hässlich brauner Fleck breitmacht. Dabei hat sie sich heute Vormittag besonders sorgfältig angekleidet, denn es ist ihr wichtig, dass sie einen guten Eindruck auf Monika macht.
Anna freut sich doch schon seit Tagen über die Einladung ihrer Tochter für den Heiligen Abend und den ersten Weihnachtstag. In den letzten Jahren war eine gemeinsame Feier wegen des Restaurants, das Monika mit ihrem Mann zusammen geführt hatte, ja nie möglich gewesen. So waren die einsamen Weihnachtstage der letzten Jahre für Anna gar nicht immer einfach. Doch nun, nachdem sich Monika von ihrem rabiaten Ehemann getrennt hatte, kann sie endlich wieder einmal mit ihrer einzigen Tochter zusammen Weihnachten feiern.

Ohne sich dagegen wehren zu können, füllen sich nun Annas Augen mit Tränen, während sie konzentriert versucht, mit dem Taschentuch ihre rechte Achsel zu erreichen. Das gelingt ihr, mit ihren fast neunzigjährigen Schultern, in der letzten Zeit nur noch schmerzhaft.

„Entschuldigung – kann ich helfen?“
Neben Anna taucht auf Augenhöhe das Gesicht einer jungen Frau auf. Sie hat eine angenehme Stimme und asiatische Gesichtszüge. Das freundliche Lächeln und die strahlenden Augen lassen aber Annas Misstrauen gleich wieder verschwinden.
Während Anna erstaunt nickt, geht die junge Frau neben ihr in die Knie und nimmt das dünne Stofftüchlein aus ihren schmalen Fingern.
„Ich befürchte, das nicht geht“, bedauert die Fremde in gebrochenen Deutsch.
„Aber ich holen schnell Wasser, dann geht schon, ja?“
Anna nickt noch einmal stumm. Noch immer ist sie etwas erstaunt über die Freundlichkeit dieser Fremden und stopft währenddessen das Taschentuch zurück in die Ledertasche auf ihren Knien.
Dabei lockert sich auch ihr Griff wieder, der sich ungewollt festigte, als das fremdartige Antlitz neben ihr auftauchte.

Jetzt erinnert sich Anna, dass dieses anmutige „Fräulein“, wie man früher sagte, bereits am runden Nebentisch sass, als sie kam. Sie hatte sich noch überlegt, ob sie sich dazusetzten sollte, aber weil es eine Ausländerin war, hatte sie sich dann doch an den Tisch daneben gesetzt. Die junge Frau hatte sich, nach einem kurzen Blick auf die ältere Dame, auch wieder in das dünne Heft mit der Aufschrift „Hueber - Deutsch als Fremdsprache“ vertieft, das nun noch immer aufgeschlagen, mit dem roten Umschlag nach oben, auf dem Tisch liegt. Daneben steht eine weisse Porzellantasse, auf der die schokoladebraunen Spuren am Rand auf das Getränk schliessen lassen.

Nach kurzer Zeit kommt die junge Asiatin mit einem Kesselchen, gefüllt mit warmem Wasser und einem kleinen weissen Schwämmchen, speziell für solche Notfälle, zurück. Geschickt zieht sie in einem Wechselspiel von Wasserzugabe und Aufsaugen die braune Flüssigkeit mit dem Schwämmchen aus Annas Bluse und bald ist vom Fleck kaum noch etwas zu sehen. Das Gleiche wiederholt sie mit der Jacke.

„Ist nicht ganz gut, aber besser“, bemerkt die angenehme Stimme hinter ihr und schon erscheint das bereits etwas vertraute Gesicht wieder neben Anna und lächelt sie tröstend an.
„Das ist schon gut", entgegnet nun Anna gefasst. „Ich danke ihnen ganz herzlich, junge Frau. Ich bin so froh, denn ich muss noch auf den Zug, also auf die Eisenbahn, meine ich."
„Ist nicht Problem“, mildert die Frau freundlich ab. "Ich bringe jetzt schnell zurück", erklärt sie und streckt Anna dabei lächelnd Kesselchen und Schwamm entgegen und schon ist sie wieder verschwunden.

Anna kramt während dessen in ihrer Handtasche und entnimmt der Geldbörse die grösste Münze, die sie findet.

„Hier, das ist für sie“, sagt Anna, als die junge Frau zurückkommt und streckt ihr die geschlossene Hand entgegen. „Und nochmals ganz herzlichen Dank!“
„Nein, nein, ich nicht nehmen“, reklamiert die Dunkelhaarige und macht einen entschiedenen Schritt zurück.
„Ich schon sehen von dort“, gesteht sie und zeigt auf ihren Tisch, „der Mann nicht richtig machen, aber ich nicht kann sagen zu ihm. Ich muss aufpassen – ich bin nur Ausländerin“, versucht sie zu erklären.
Dabei lächelt sie Anna entschuldigend an und legt ihr eine Hand bedauernd auf die noch nasse Schulter.
„Wird bald trocken“, meint sie beruhigend.
„Ich bin Arlene, aber muss jetzt gehen, dumm, aber Eisenbahn fährt in fünfzehn Minuten.“ Dabei dreht sie sich behende um und nimmt ihr Buch und das kleine Tablett mit der Tasse vom Tisch.

„Jesses!“ Anna schiesst etwas hastig auf und hätte dabei beinahe den Bistrotisch umgekippt. „Meiner fährt um halb eins“.
Doch der nervöse Blick auf die Uhr beruhigt sie schnell wieder, denn sie hat ebenfalls noch eine Viertelstunde Zeit.

„Sie auch fahren 12.30?“, fragt die junge Frau.
Anna nickt. „Ja, ich gehe zu meiner Tochter nach Zug,“ gesteht Anna und strahlt dabei über das ganze Gesicht.
„Ich etwas weiter nach Zürich, zu Mutter, Weihnachten feiern“, meint darauf Arlene und ihre Freude ist unverkennbar.

„Wir fahren bis Zug zusammen, ja – ist gut?“, vergewissert darauf die Jüngere und stellt dabei Annas Geschirr bereits auf ihr Tablett.
Aufmunternd reicht sie der Älteren ihren Arm.
„Ja gerne“ strahlt Anna und hängt sich bei Arlene ein. „Dann können sie mir doch noch erzählen, woher sie ursprünglich kommen und was sie arbeiten. Wohnen sie hier in unserem Städtchen? Ich glaube, ich habe sie hier noch gar nie ..........“.

Gemeinsam machen sich die beiden Frauen auf den Weg.





Ich wünsche allen ganz schöne und
gemütliche Weihnachtstage!


:)

Sonntag, 23. Dezember 2012






"Der Winter, ein schlimmer Gast sitzt bei mir Zuhause,
blau sind meine Hände von seiner Freundschaft Händedruck.
Ich ehre ihn, diesen schlimmen Gast, aber lasse gerne ihn alleine sitzen.
Gerne laufe ich ihm davon; und läuft man gut, so entläuft man ihm.
"

schrieb der Philosoph Friedrich Nietsche, 1886 im dritten Teil seines „Zarathustra“.
Doch scheinbar war Nietsche kein besonders guter Läufer, denn er scheint „Väterchen Frost“ nicht entkommen zu sein.
Darum schaffte er sich im darauf folgenden Winter, entgegen seiner festen Überzeugung, zum ersten Mal einen Ofen an.




:)

Samstag, 22. Dezember 2012





„Wie selten sind doch die Menschen, 
die das, was sie tun, 
ganz tun.“

Theresa von Avila
lebte vom  28. März 1515  bis zum 4. Oktober 1582 in Spanien.
Sie war Karmelitin sowie Mystikerin. 
In der katholischen Kirche wird sie als Heilige verehrt





:)





Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, 
welcher die meisten Jahre zählt, 
sondern der, 
welcher sein Leben am meisten EMPFUNDEN hat.

(Jean Jaques Rousseau)




:)

Freitag, 21. Dezember 2012

Rekorde und Durschnittliches





Wusstest Du?


87 Millionen Menschen in China tragen den Familiennamen Li

Jede Minute werden 200 Babies weltweit geboren.

Eine Russin gebar bisher am meisten Kinder.
Sie brachte in der Zeit von 1725 bis 1765 insgesamt 69 Kinder auf die Welt.
Davon waren 16 Zwillinge, 7 Drillinge und 4 Vierlinge.

In Indien ist die Anzahl der Geburten jedes Jahr ist größer als die komplette Bevölkerungszahl von Australien.

1983 war der Vatikan das einzige Land, das offiziell 0 Geburten verzeichnete.

Eine von fünf Geburten erfolgt durch Kaiserschnitt.

In der Welt gibt es etwa 125 Millionen Mehrlinge (Zwillinge, Drillinge usw.)

Täglich werden im Schnitt 12 Neugeborene den falschen Eltern übergeben.

Das 10 Lebensjahr ist statistisch gesehen das sicherste Alter.

Es ist wahrscheinlicher, dass man im Lotto gewinnt, als, dass man von einem Hai angegriffen wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass man von einem Flugzeug getroffen wird, das vom Himmel stürzt ist 1 zu 25 Millionen. Dass es gerade heute passiert ist 1 zu 7 Trillionen.

Die Chance umgebracht zu werden ist statistisch gesehen bei 1:20'000.

7 mal wurden schon Menschen von Meteoritenteilen getroffen.

Männer werden vier mal öfter vom Blitz getroffen als Frauen.

Die meisten Menschen sterben im Krankenhaus zwischen 16 und 18 Uhr.
In dieser Zeit ist der Körper am schwächsten ist.

Um 1900 war die Lebenserwartung  46,6 Jahre für Männer und 48,7 Jahre für Frauen.

An ein Leben nach dem Tod glauben weltweit 82 Prozent der Menschen

8800 Menschen verletzen sich jedes Jahr mit einem Zahnstocher.

Pro Jahr werden in den USA auch 5 Millionen Zähne ausgeschlagen.

Aber 40 Prozent der Amerikaner haben noch nie im Leben einen Zahnarzt besucht.

Es benutzen mehr Menschen blaue Zahnbürsten als rote.

295 Mal schluckt man durchschnittlich während eines Abendessens.

Eine durchschnittliche Person geht auch 6 Mal am Tag auf den Klo.

Und nur 54,2 Prozent waschen sich leider danach immer die Hände!

Und nur 30 Prozent vermeiden es, sich auf eine öffentliche Toilette zu setzen.

Zwei von drei amerikanischen Erwachsenen haben Hämorrhoiden.
und 4 von 5 Personen haben schon mal unter Hämorrhoiden gelitten.

60 Prozent der Frauen und gar 70 Prozent der Männer haben ihren Ehegatten schon mal betrogen.

Darum lässt sich vielleicht alle 10 bis 13 Sekunden ein Paar scheiden.

Auf der ganzen Erde gibt es 6'800 verschiedene Sprachen.

Aber alle 2 Wochen stirbt eine dieser Sprache aus.

Die sechs offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen sind Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch.

Auf Sanskrit bedeutet das Wort "war" (engl. für Krieg) das "Verlangen nach mehr Kühen".

"Ich bin" ist der kürzeste, aber dennoch komplette Satz im Deutschen.

Und nur 12 Buchstaben hat das hawaiianische Alphabet.

Vor dem Jahr 1500 gab es keine Zeichensetzung. 

Am meisten Bücher pro Kopf werden in Island gelesen.

Das Guinness Buch der Rekorde hält selber den Rekord darin,
am meisten aus Bibliotheken gestohlen zu werden.

Jede Minute werden 47 Bibeln auf der Welt verkauft oder verteilt.

Als 12-jähriger, machte der Ernest Loftus aus Afrika seinen ersten Eintrag in seinem Tagebuch. Er führte es tagtäglich 91 Jahre lang weiter.

Der erste Autor, der ein getipptes Manuskript einreichte, war der amerikanische Schriftsteller Mark Twain.

Und einen der längsten Sätze in französischer Sprache ist in
Victor Hugos - Les Miserables enthalten - 823 Wörter ohne einen Punkt.
(Dagegen halte ich mich ja geradezu harmlos kurz, denkt sich dabei Herr Oter)

® Copyright by Herr Oter



;))

Donnerstag, 20. Dezember 2012







Wir wissen nicht, 
wie gross wir sind, 
bis sie uns zum Aufstehen zwingen. 

Und wenn wir es dann wirklich tun, 
wird unser Kopf durch Wolken dringen.

(Emiliy Dickinson)



:))

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Termiten




Wussten Sie es?

Termiten
Schätzungen zufolge besteht die Hälfte der tierischen Biomasse aus Termiten. Diese äusserst sozialen Wesen wiegen zusammen also soviel wie alle anderen Tiere im tropischen Afrika, Südasien, Mittel- und Südamerika.

Termiten werden zwischen 2 und 20 mm lang und rund 2800 Arten sind bekannt.
Ein Termitenstaat kann mehrere Millionen Individuen umfassen und besteht normalerweise aus drei spezialisierten Gruppen (Kasten). Diese Kasten umfassen immer beide Geschlechter. Neben einem oder mehreren Geschlechtstieren-Paaren für die Fortpflanzung gibt es geschlechtlich verkümmerte und meist blinde männliche und weibliche Arbeiter. Sie sind Brutpfleger, Nestbauer und Nahrungsbeschaffer. Der Termitenbau wird von Wächter (Nest-Soldaten) mit grossem Kopf und kräftigem Kiefer geschützt.

Eine Gruppe der Termitenarten ernährt sich ausschliesslich von Holz und die zweite nutzt viele unterschiedlicher Nahrungssubstrate, darunter Humus, Blattstreu und Gräser.

Viele Termitenarten sind gefürchtete Schädlinge. Es sind weltweit etwa 180 Arten bekannt, die Schäden an Nutzholz und Gebäuden verursachen können, 83 davon erhebliche.

Die eiweiß- und fettreichen Geschlechtstiere mancher Termiten-Arten sind ein wichtiges Nahrungsmittel der einfachen, ländlichen Bevölkerung Afrikas und Südamerikas.

Termiten kommen auch im südlichen Europa vor. Alle schädlichen Termiten in Europa sind Bodentermiten. In der Schweiz und in Deutschland findet man 6 Arten, die zunehmend Schäden an Gebäuden anrichten.


:(

Dienstag, 18. Dezember 2012






„Es bedarf wenig, 
um den Weisen glücklich zu machen; 
nichts ist dem Narren genug; 
deshalb sind fast alle Menschen unzufrieden.“
(La Rochefoucauld)








 :)

Montag, 17. Dezember 2012

Unschuldige Buchstaben – meint man




Für sich betrachtet ist jeder Buchstabe unschuldig.
(Ausgenommen vielleicht das X, das mir schon immer etwas suspekt vorkam.)

Aber bereits in der Verwendung von nur zwei Buchstaben
in der Kombination zu einem Wort zeigt sich,
das es mit der Harmlosigkeit vorbei ist.


Ei - ist nicht nur ein Lebensmittel 
(ob - nun mit wenig
Öl - oder
in - etwas Wasser
zu - lange oder zu kurz gegart), nein,
es - ist auch der Beginn von Leben.
Ah - Oh - Hm - Aa ....
ja - darüber kann man staunen,
äh - auch weil man es nicht ganz verstehen kann, aber
am - besten denkt man
eh - nicht
zu - viel darüber nach.
Wo - zu auch, denn
an - derenfalls isst
Du - vielleicht
im - schlimmsten Fall
ab - dem Gedanken
da -  keines mehr.
Öd - nicht war?
um - nicht zu sagen, blöd!
So - nun ist genug!
Ex - aus und vorbei
® Copyright by Herr Oter


Auflistung aller erlaubten Zweibuchstaben-Wörter
gemäss der aktuellen 25. Auflage des Duden:

Aa ab ad Ah äh Ai am an Ar As äs Au bi Bö da do du eh Ei er es et ex ey fa Go ha hä he hi hm ho hu hü im in ix ja je la mi My na ne nö nu Ny ob Od öd oh Öl on Os Pi Po Qi Re sä si so st ti Tö tu üb Ud uh ui Ul um Ur Uz wo Xi zu







;)

Sonntag, 16. Dezember 2012

Adventszeit – oh du Hektische




Adventszeit – oh du Hektische

Es ist eine verrückte Zeit, diese Adventszeit. Aber das war sie schon immer, glaube ich.
Darum mag ich sie auch gar nicht so recht. Ich mochte sie übrigens noch nie so ganz richtig, zumindest nicht seit meiner eigenen Kindheit.
Diese aussergewöhnlichen drei bis vier Wochen vor Weihnachten, sind weit entfernt von dem, was ich mir unter dieser „besonderen“ Zeit vorstelle. Denn wäre dieser Zeitraum nicht ausserordentlich – eben zum Beispiel besinnlicher, harmonischer, beschaulicher oder glücklicher, wären es nicht ausnehmend liebevolle und warmherzige Tage – dann müsste man auch nicht so ein Brimborium um diese „glorreichen Tage“ veranstalten.

Doch, würden sich diese kurzen, oft dunklen, kalten Tage und die frühen, langen Abende nicht bestens für eine intensive Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit eigen? Würde eine Verlangsamung der Aktivitäten, wie sie in der Natur überall vorkommt, nicht eher dem Wesen "Mensch" entsprechen? Wäre es nicht eine besonders gute Chance, um etwas in sich zu gehen, Bilanz zu ziehen und sein Inneres zur Befindlichkeit zu erforschen. Wäre es nicht oft eine längst notwendige Möglichkeit zur Gemeinsamkeit, zum Gespräch und zum Zusammenrücken? Oder die langersehnte Gelegenheit zur gründlichen Erholung und Muse? Und nicht zuletzt auch ein günstiger Zeitpunkt zu etwas Bescheidenheit und zur Dankbarkeit am Ende eines langen Jahres?

Aber gerade das Gegenteil ist der Fall.
Nie ist eine Zeit hektischer und unruhiger, wenigstens in meiner Wahrnehmung und Erinnerung.Besonders in den Jahren des „mittleren Alters“, in denen die Erwartungen und Ansprüche am grössten sind. Dann, wenn man eine aufwendige „Mehrgenerationen-Familie“ mit Grosseltern, Eltern und eigenen Kindern hat, wenn der Freundeskreis am grössten ist und der Beruf und die Karriere in hohem Masse wichtig und anspruchsvoll sind, gerade in diesen Jahren ist es doch besonders stressig, gibt es am meisten Hektik, Druck und  Ärger.
Nie ist der Konsum grösser, nie haben die Geschäfte ausgedehntere Öffnungszeiten, nie sind bei vielen die Arbeitszeiten länger, nie "muss" man auch noch Sonntags einkaufen und selten sind die Geldbeutel mancher strapazierter.
Alles wegen ein paar Festtagen, die manchmal schnell zu Frusttagen mutieren, weil die Belastungen und Erwartungen einfach zu gross sind. Man meint, dass ein so grosser Einsatz, soviel guter Wille und so viele Fest-, Feier- und freie Tage einfach noch alles hergeben müssen, was man unter dem Jahr versäumt hat. Sehr oft kann man da doch nur enttäuscht werden, denn warum sollte im letzten Monat des Jahres noch all das gelingen und sogar noch besser sein, als das, das schon während des Jahres etliche Mühe machte?


In meiner Situation, wenn man älter ist, ist es bereits viel einfacher und gemütlicher.
Man muss vieles nicht mehr, umso mehr darf man. Man hat darum viel mehr Zeit und so passe ich mich der Natur an und schalte auf „Sparflamme“, weil ein Winterschlaf ja nicht möglich ist.
Die Familie ist kleiner geworden, eine oder zwei frühere Generationen sind nicht mehr da und die Kinder sind gross und selbstständig. Die Enkelkinder sind noch sehr klein oder fehlen wie bei mir noch ganz. Die Geschenke wurden abgeschafft und dafür werde ich unter dem Jahr den Liebsten etwas kaufen oder überraschend etwas bezahlen – genau dann, wenn es passt, sich richtig anfühlt und nicht nur zum Zweck, dass eben unbedingt noch irgend ein Geschenk her muss, weil Weihnachten ansteht und es erwartet wird.

Denn gerade solches Verhalten bekomme ich im Moment in der Buchhandlung immer wieder mit.
Es ist doch unglaublich, welche Kommentare ich von bequemen Grossmüttern, gestressten Götti's oder lieben Tanten und anderen Verwandten zu hören bekomme:
„Ich brauche einfach irgend etwas – ich weiss ja nicht was der liest oder was die braucht – es spielt ja sowieso keine Rolle, denn die Jungen lesen ja nicht mehr, aber was soll man denen denn sonst schenken – er sitzt ja nur noch vor dem PC, aber vielleicht, wenn sie etwas sehr  Spannendendes haben – ich habe keine Ahnung was sie für Interessen hat – geben sie doch einfach etwas, sie wissen doch sicher was 12-Jährige so lesen – ich nehme gerade das (erst Beste), man kann es ja umtauschen, ich habe es eilig“.
Da wird öfter als man glaubt schnell irgendetwas gekauft, eigentlich ist es egal was, Hauptsache die Pflicht wird erfüllt.

Wie war das noch, mit dem „von Herzen schenken“…. Ach, dazu hat man keine Zeit oder keine Lust oder manchmal – auch kein Herz?



:)

Samstag, 15. Dezember 2012

Ein bemerkenswerter Adventskalender





Ein bemerkenswerter Adventskalender

Weihnachten steht zwar bereits vor der Türe,
die Adventszeit ist auch bald vorüber und 
trotzdem möchte ich Euch heute noch schnell den

Adventskalender aus 
rotzloeffel´s stuebchen  

ganz gerne ans Herz legen.
Man findest dort allerlei Unterhaltendes, Amüsantes, Rätselhaftes und Poetisches
zur Advents- und Weihnachtszeit.
(Empfehlung: bei jedem ihrer Türchen unbedingt  >>Weitere Informationen<<  antippen)

Ich finde, "Rotzlöffelchen" investiert täglich so viel Zeit, um uns einen sehr schönen, interessanten und witzigen Adventskalender zu präsentieren, da muss sie doch auch genügend Beachtung finden. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere meiner Leser auch Gefallen daran findet und ihre sicher aufwendige Arbeit mit einem kleinen Kommentar belohnen würde.


:)








Nikolausdecken






Was sind Nikolausdecken?

Vermutlich ahnt Ihr es schon, dass Nikolausdecken nichts mit in Decken gehüllten frierenden „Samikläusen“ zu tun haben, denn sonst wäre es hier ja keinen Eintrag wert.
Dieses, vor allem in der Gemeinde-Verwaltung verwendete Wort, hat eine ganz andere Bedeutung.

Denn mit dieser Decke ist eine Strassendecke bzw. der Fahrbahnbelag gemeint.
In etlichen Gemeinden ist gegen Jahresende, also etwa zur Nikolauszeit, noch etwas Geld übrig, das man nicht verfallen lassen will.
Darum werden in der absolut unpassendsten Jahreszeit noch schnell kleinere Ausbesserungsarbeiten an den Strassen vorgenommen.
Der hierbei aufgebrachte Belag – das ist die gesuchte Nikolausdecke.

Übrigens – kommt dann der Frost, ähnelt die Nikolausdecke schon bald einem Schweizer Käse und unser Steuergeld ist aus dem Fenster geworfen – direkt in die Schlaglöcher einer Nikolausdecke.
® Copyright by Herr Oter








:)

Freitag, 14. Dezember 2012






Drei Dinge helfen,
die Mühseligkeiten des Lebens 
besser zu ertragen:


die Hoffnung, 

der Schlaf und

das Lachen.​"


(Immanuel Kant)


Lieber Herr Kant, ich möchte dazu noch anfügen:
die Liebe, die Natur und die Bescheidenheit.




:)

Mittwoch, 12. Dezember 2012






Menschen, 
die immer daran denken,
was andere von ihnen halten,
wären sehr überrascht, 
wenn sie wüssten,
wie wenig die anderen über sie nachdenken.

Bertrand Russell





:))

Dienstag, 11. Dezember 2012

Totabeinli







Seit langem hatte ich sie nicht mehr zwischen den Zähnen –
die knochenharten, herrlich feinen, hausgemachten

Totabeinli

Sie sind eine typische Bünderspezialität, wie die Engadiner Nusstorte oder der Bündner Röteli.
Für mich jedoch repräsentieren sie meine ganz persönliche, heile Welt der Kindheit und der Wohlfühleffekt dieser "Guatali" hat sich tief in meinem Unterbewusstsein eingebrannt und allein schon der Gedanke daran, lässt mir das Wasser im Mund zusammenfliessen.

Doch das Haselnussgebäck, das heute als fabrikmässige Variante davon im Grossverteiler mit dem Namen „Nussstengeli“ verkauft wird, hat natürlich nur wenig mit den ausserordentlich feinen, selbstgemachten Totabeinli vom Annali zu tun.
S'Anneli, das war die Frau meines Götti aus Schiers im Prättigau und dort, in den Walser-Siedlungen an den Hängen hoch über dem Talgrund, ist das zweifingerdicke und fingerlange Nussgebäck auch beheimatet. Es gilt als uraltes Vorratsgebäck der freien Walser, also meiner Urahnen.

Annali's Totabeinli schmeckten köstlich und sie waren knochenhart.
Darum musste man sie zuerst etwas „süggala“, das heisst, ein wenig auf der Zunge zergehen lassen und erst dann, wenn sie durch das Saugen das wunderbare Aroma voll preisgaben, konnte man sie richtig geniessen.
Wem die Zähne fehlten oder wem sie zu hart waren, der "tunkte" sie einfach ins Kaffee.
Denn dazu wurden sie ursprünglich gereicht – zum Kaffee nach dem Leidessen (Leichenschmaus/Abdankung).
Daher und weil sie so hart waren/sind, kommt auch ihr etwas makaberer Name:
Totabeinli = Toten(ge)beinchen

Weil sie in Blechdosen sehr lange aufbewahrt werden können, eigneten sie sich damals sehr gut als Süssgebäck zu Kaffee und Röteli nach einem Leidmahl. Denn in den kurzen, hektischen zwei Tagen vor einer Beerdigung, fand man kaum die Zeit um dieses „himmlische“ Gebäck zu backen. So hielt man es für den Fall der Fälle immer auf Vorrat bereit und weil die "Guatzli" so gut schmeckten, konnte man zwischen den Todesfällen nicht immer widerstehen und so wurden sie mit der Zeit zum Gebäck für alle Fest und Feiertage.

Die Totabeinli durften darum beim Annali und natürlich auch bei den alten Walsern besonders auch an Weihnachten nicht fehlen. Weil, gerade dann waren sie zu Urzeiten besonders fein. Denn wenn man „bi de Walsern“ im Advent „gmetzget het“ (schlachtete), fügte man  dem Totabeinliteig nämlich noch feingehackte "Gräubi" (Gröuä/ Gräubä / Grieben, also Rückstände die beim Auslassen des Schweinefettes entstehen) bei.
Das gab dem Gebäck einen ganz besonders festlichen, eben weihnachtlichen Geschmack und kräftigte in der strengen, kalten Winterszeit erst noch zusätzlich.



Für alle die nun Totabeinli probieren möchten, hier das
Rezept:

200 gr Haselnüsse im 230 Grad heissen Ofen ca. vier bis fünf Minuten, bis die Schalen aufspringen, rösten. Aber Achtung, die Haselnüsse dürfen bloss leicht gelblich und auf keinen Fall braun oder etwas verbrannt sein, sonst schmecken sie bitter und zerstören das Gebäck. 
Die heissen Nüsse zwischen einem Küchentuch reiben, bis alle Nüsse mehr oder weniger geschält sind. Die abgekühlten Nüsse danach sorgfältig von den Schalen entfernen und ganz grob, ein wenig hacken.

100 Gramm Butter mit 200 Gramm Zucker schaumig rühren.
Erst wenn diese Masse eine cremig-weisse Struktur hat, kommen nach und nach zwei Eier dazu. Wieder gut vermengen und dann etwas Zitronengelb und je eine Messerspitze Zimt- und Nelkenpulver, ein halbes 1/2 „Päckli“ Backpulver und eine Prise Salz dazugeben und wieder alles gut mischen.
Die grob gehackten und vollständig erkalteten Nüsse sowie 100 Gramm fein geraspelte Baumnüsse ebenfalls darunter mischen.
Zum Schluss  noch 250 Gramm Mehl in die Masse sieben und zu einem gleichmässigen Teig vermengen.
Den zu einer Kugel geformten Teig in Folie gewickelt für mindestens eine Stunde gekühlt ruhen lassen.

Danach den Teig in drei oder vier Stücke teilen und je ein solches Teil auf wenig Mehl oder auf dem bebutterten Backblech auf etwa einen Zentimeter Dicke auswallen.
Nochmals 30 Minuten kühl stellen und dann mit Eigelb bepinseln.
Der Backofen ist inzwischen auf 180 Grad vorheizt und somit wird der Teig für zwölf Minuten in der Backofen-Mitte gebacken. Dann wird er heiss in Streifen von etwa zwei Finger Breite und einem Finger Länge geschnitten und für einige Minuten (10 bis 12) im Backofen fertig gebacken, bis die Oberflächen goldbraun sind. 
Auskühlen lassen.

Die erkalteten Totabeinli werden gut verschlossen in einer Blechdose aufbewahrt.
Haltbarkeit: mehrere Monate oder bis zum nächsten Leidessen. ;))
Doch wegen des Suchtpotenzials dieses Bündner Gebäckes wird die Dose kaum lange gefüllt sein.

"En Guata"!

Bilder zu Totabeinli findet man hier




:)








Montag, 10. Dezember 2012








Herr Oter an Herr Oter:
Tadle nicht den Fluss,
wenn Du ins Wasser fällst!
Schimpfe nicht über das Leben,
wenn Du mit ihm nicht zurecht kommst.
Mach andere nicht für Deine Unzulänglichkeiten verantwortlich!
(Koreanisches Sprichwort)





;))






 «Diejenigen tun mir leid, 
die ständig mit aller Wucht versuchen, 
gegen die negativen Seiten ihres ­Lebens anzukämpfen»

sagt der Philosoph Wilhelm Schmid.
Er meint damit, dass man mit den Widrigkeiten des Lebens zu Rande kommen sollte und Glück nicht in jedem Fall und ständig sein muss.


Eine tröstliche Sicht für alle (wie mich), die immer wieder das grosse Glück zumindest zeitweise knapp verpassen, findet Herr Oter.




:)

Sonntag, 9. Dezember 2012





Aphorismus aus dem Tibet:

 Wenn du 
in einem Loch sitzt, 
musst du zuerst mit dem Graben aufhören.

Herr Oter @ Herr Oter



:)




Suche nicht nach der Wahrheit, 
hör einfach auf, 
über alles eine Meinung zu haben.
Buddhistische Weisheit

hmmm, wird nicht einfach, denkt sich Herr Oter



:((

Freitag, 7. Dezember 2012






Ist eine Sache geschehen, 
dann rede nicht darüber, 
denn es ist schwer 
verschüttetes Wasser wieder einzusammeln.

Asiatische Weisheit



:)

Mittwoch, 5. Dezember 2012







Keine Schneeflocke 
fällt jemals 
auf den falschen Platz.
Buddhistische Weisheit


:)

Mittwoch, 28. November 2012

Dienstag, 27. November 2012






Der Frosch, der im Brunnen lebt, 
beurteilt das Ausmass des Himmels 
nach dem Brunnenrand


Herr Oter meint dazu:
Darum komm, sei kein Frosch
und erweitere Deinen Horizont



:)

Montag, 26. November 2012





Ich habe bei Lemmie, eine schöne und auch kluge Geschichte gelesen,
die ich Euch gerne empfehlen möchte.

Ich denke, man sollte die Gelegenheit nutzen und sich auf den schön gestalteten Seiten noch etwas umzusehen. Denn man findet dort manches schönes Bild, interessante Impressionen aus Wien und viele positive Wortebeiträge.

Viel Spass!






:)

Freitag, 23. November 2012





Wenn wir mit beiden Beinen 
immer fest auf der Erde stehen,

können wir nie das wirklich Hohe anstreben,
und solange wir uns ständig ans Irdische klammern,
wird wirkliche Höhe für uns auch nicht erreichbar sein!

vermutet Herr Oter




:)




Donnerstag, 22. November 2012






Auch das grösste 
Problem dieser Welt 
hätte gelöst 
werden können, 
solange es noch klein war.
LAOTSE


:)

Mittwoch, 21. November 2012





Wer viel Freude hat, muss ein guter Mensch sein: 
aber vielleicht ist er nicht der Klügste, 
obwohl er gerade das erreicht, 
was der Klügste mit all seiner Klugheit erstrebt.
Friedrich Nietzsche

Herr Oter meint dazu:
Jedenfalls lebt es sich mit vielen Freuden bedeutend einfacher,
Klugheit hin oder her, Herr Nietsche.
Hätte ich die Wahl, ich glaube fast, ich würde die Freude vorziehen.


:)

Montag, 19. November 2012





"Weisheit,
als Frucht des Lebens, ist aus meiner Sicht ein erstrebenswertes Ziel des Daseins. 

Die kurze Zeit der Ernte im Spätherbst 
und dessen beglückender Genuss — 
vermutlich der krönende Abschluss 
eines lebenswerten Lebens."



Herr Oter, über den Sinn des Lebens.
 ® Copyright by Herr Oter


:)

Sonntag, 18. November 2012







Man hilft den Menschen nicht, 
wenn man für sie tut, 
was sie selbst tun können.
Abraham Lincoln


Herr Oter denkt da nicht zuletzt an die Erziehung der Kinder/Jugendlichen.





;)

Mittwoch, 14. November 2012





"Zu verlangen, dass einer alles, was er je gelesen, behalten hätte, ist wie verlangen, dass er alles, was er je gegessen hätte, noch in sich trüge. Er hat von diesem leiblich, von jenem geistig gelebt und ist dadurch geworden, was er IST". 

(Arthur Schopenhauer)


:)

Samstag, 27. Oktober 2012

Socken






Socken 

Von feingliedrigen Händen
aus groben Wollresten
für Söhne gestrickt.
Ich finde zwei kleine Löcher
als mit fortschreitender Demenz
ab und zu eine Masche
fallen gelassen wurde.


® Copyright by Herr Oter




:)

Sonntag, 21. Oktober 2012







Wenn du einem Riesen gegenüberstehst, 
der mit dir kämpfen will, dann sei ohne Furcht.
Untersuche zuerst den Stand der Sonne, dann wirst du sehen,
dass der Riese vielleicht nur der Schatten eines Zwerges ist.

Asiatische Weisheit



:)

Freitag, 19. Oktober 2012






Der Weise sucht, 
was in ihm selber ist, 
der Andere, was ausserhalb.

Konfuzius
(551 - 479 v. Chr.)


:)

Mittwoch, 17. Oktober 2012






Jedes Ding hat drei Seiten: 
Eine, die Du siehst,
eine, die ich sehe
und
eine, die wir beide nicht sehen.




:)

Montag, 15. Oktober 2012






Nichts auf der Welt 
ist so weich und nachgiebig wie das Wasser. 
Und doch bezwingt es das Harte und Starke. 

Laotse




:)

Freitag, 12. Oktober 2012







Nur der Fisch weiss nicht,
dass er im Wasser lebt

Chin. Sprichwort


Anmerkung von Herr Oter:
Genau so wie die Made im Speck oder die meisten Menschen hierzulande.


:)

Donnerstag, 11. Oktober 2012







Wer andere erkennt, ist gelehrt.
Wer sich selbst erkennt, ist weise.

Wer andere besiegt, hat Muskelkraft.
Wer sich selbst besiegt, ist stark.

Wer zufrieden ist, ist reich.
Wer seine Mitte nicht verliert, ist unüberwindlich.

Lao-Tse




:)











Mittwoch, 10. Oktober 2012

Das Leben ist einfach





Das Leben ist einfach,
man darf nur nicht immer glauben
was man so denkt.

aha, ja, da könnte was dran sein. Das merk ich mir! denkt Herr Oter :))





:)

Dienstag, 9. Oktober 2012

Mirjam - Arbeitskraft für allgemeine Küchenarbeiten






Mirjam
Arbeitskraft für allgemeine Küchenarbeiten


Die Wohnungstür fällt hinter ihr ins Schloss. Mirjam dreht den Riegel zweimal nach rechts und lehnt sich dabei erschöpft an das grasgrün Holz der Türfüllung.
Endlich daheim.

Das war wieder ein scheusslicher Tag. Man hatte ihr heute wieder einmal tüchtig zugesetzt. Nichts konnte sie dem Küchenchef recht machen. Für jeden Fehler wurde sie beschuldigt, auch wenn sie gar nichts dafür konnte. Diese ständigen Unterstellungen und Bemängelungen verunsicherten sie immer mehr und jeder Vorwurf hatte sie zusätzlich aus der Fassung gebracht, bis sie wirklich Fehler machte und er somit die Grundlage hatte, sie richtig fertig zu machen.
Ständig wurde sie verhöhnt, ausgelacht und vorgeführt. Nicht nur Mängel bei der Arbeit, auch ihre Oberweite, ihr Umfang, ihr Gang, ihre Dummheit, ihren leicht hörbaren Sprachfehler oder die dicken Brillengläser, alles kam dran. Alle „Schwachpunkte“ wurde von ihm mit bissigen Sprüchen gnadenlos ins Lächerliche gezogen.
Und, gelacht haben sie alle, die ganze Küchenmannschaft, jedes mal. Nicht jeder weil er es lustig fand, aber jeder aus Angst, er könnte das nächste Opfer sein.

Mirjam löst sich mit einem tiefen Atemzug von der Türe.
Ihr schneller Atem ist inzwischen etwas abgeflacht, denn die Wendeltreppe zum fünften Stock raubt ihr jedes mal den Schnauf.
Sie schaltet das Licht ein und Wärme durchflutet sie – Daheim, Gott sei Dank!

Sie wird den warmen Mantel noch etwas anbehalten, denn draussen ging heute eine starke kalte Biese und die zieht auch durch die alten Wohnungsfenster. Aber, auch wenn die kleine Wohnung in der kalten Jahreszeit nie richtig warm wird, so ist Mirjam doch froh, dass sie nun ihre eigene Wohnung hat.

Bei ihrer Mutter Zuhause lief es in letzter Zeit nicht mehr gut, seit sich Vater verzogen hatte. Mama liegt den ganzen Tag auf dem Sofa vor dem Fernseher oder macht Spiele im Internet. Sie lässt sich gehen. Vielleicht vermisst sie ihn ja noch immer, diesen ....
Auch der Alkohol macht ihr zu schaffen und manchmal kommt es Mirjam vor, als ob Mutter kaum noch am Leben teilnehme. Ähnlich wie Frau Steiner im Heim, von der es heisst, sie sei depressiv und fehle darum oft bei der Arbeit.

Wenn Mirjam nach der Arbeit nach Hause kam, musste sie noch haushalten und kochen, denn Mutter konnte sich um diese Zeit kaum mehr vom Sofa erheben.
Auch ihr neuer Freund sass dann bereits in der Unterwäsche vor der Glotze und hatte schon die zweite Flasche Bier in der Hand und verlangte bald nach der Dritten. Auch kam er immer wieder ohne zu klopfen in ihr Zimmer oder schaute sie ständig so an, als ob er sich gleicht bei ihr holen wollte, wozu Mutter nicht mehr fähig war.
Als er sie dann einmal, als Mutter bei einem Arztbesuch war, am Arm packte und zum Sofa drängte, da wusste sie, dass sie so schnell wie möglich ausziehen musste.

Mirjam ist froh, dass sie hier rasch eine günstige Wohnung gefunden hat, die sie mit ihrer Tätigkeit als „Arbeitskraft für allgemeine Küchenarbeiten“, wie es in der Stellenausschreibung des Altersheimes geheissen hatte, finanzieren kann.
So kann sie sich nun schon seit einigen Monaten alleine über Wasser halten, auch wenn man ihr das Gegenteil jahrelang eingeredet hatte, weil man auf den grössten Teil ihres Lohnes nicht verzichten wollte.
Und dieses unabhängige Leben hier lässt sie sich auch nicht mehr wegnehmen, das hat sie sich geschworen. Dafür nimmt Mirjam einiges in Kauf, verzichtet auf Manches und lebt möglichst bescheiden.
Das Bett, einen Tisch mit zwei Stühlen und den Kleiderkasten hat sie aus ihrem Zimmer von Zuhause mitgenommen. Ein Arbeitskollege half ihr dabei. Er ist eigentlich überhaupt ganz nett, aber heute hat er manchmal auch mitgelacht, das hat sie schon gesehen.
Das übrige hat sie sich im Brockenhaus geholt. Da geht sie jeden Samstag hin und schaut, ob es etwas Schönes gibt, dass sie brauchen könnte. Inzwischen kennt man sie dort gut und der eine, ältere Verkäufer, legt ihr oft ein besonders schönes Stück auf die Seite, wenn er denkt, dass es für sie nützlich sein könnte.
So hat sie sich ein gemütliches Zuhause nach ihrem Geschmack geschaffen, auf das sie sich bereits freut, wenn sie es am Morgen verlässt. Eigentlich ihre einzige Freude im Leben.

„Blöde Kuh!“ entfährt es Mirjam. Jetzt hat sie doch glatt vergessen, dass sie noch in den Tankstellenshop wollte, um etwas Kleines für das Nachtessen zu kaufen. Aber nun will sie nicht nochmals in den dunklen, nebelverhangenen Novemberabend hinaus. Sie ist froh Zuhause zu sein und niemanden mehr sehen zu müssen. Zudem ist sie ja sowieso dick genug und bringt ihren „fetten Arsch“ nicht um den Küchenherd herum, wie ihr Chef ihr heute wieder vorgeworfen hat.
Dass sie zu viele Pfunde auf die Waage bringt, das weiss sie selber, das muss man ihr nicht täglich unter die Nase binden. Aber schon als Kleinkind war sie immer etwas dicklich und in der Pubertät, als man sie in der Schule plagte – jeder Spott traf sie bis ins Mark. Als dann das mit Vater und Mutter begann – kaum jemand noch richtig kochte und sie sich in ihrem Kummer fast ausschliesslich von Süssigkeiten ernährte – da wurde es immer mehr. Aber auch dagegen wird sie anzukämpfen haben, das ist sie sich schon bewusst, aber dazu muss sie zuerst etwas Stabilität und Selbstvertrauen finden. Doch mit diesem Arbeitsplatz ist das nicht ganz einfach - und, das war ihr schon klar, aus einer hässlichen Ente wird niemals ein schöner Schwan.

Sofort fühlt sich Mirjam wieder mies und einsam. Niemand ist da, dem sie am Abend etwas erzählen könnte, der sie vielleicht ein wenig trösten würde und von dem sie etwas Wärme oder Geborgenheit zu spüren bekäme. Niemand scheint sich für sie zu interessieren, geschweige denn, sie zu mögen. Alle sind sie doch so selbstsicher, haben eine gute Ausbildung, tun so klug, sehen gut aus und haben ihre Freunde oder Familien. Da braucht man doch nicht noch so eine wie sie.
Dabei hätte sie gerne geredet, gefragt und diskutiert. Sie hätte gerne gewusst, wie andere über das denken, was sie beschäftigt. Aber so kann sie immer weniger ausloten, was richtig oder falsch ist, wo sie ihre Meinungen oder Ansichten zu ändern hatte, weil sie falsch waren und wo sie beharrlich weiter ihren Weg gehen konnte, weil er nicht völlig daneben liegt.

Mit einem heftigen Ruck zieht Mirjam die scheusslichen, dunkelroten Vorhänge zu. Sie sind vom Vorgänger noch in der Wohnung geblieben und Mirjam ist froh darüber, denn sie tun ja ihren Dienst. Irgendwann, davon ist Mirjam überzeugt, trifft sie auf Schöne im Brockenhaus. Am liebsten hätte sie ganz lange, die bis zum Boden reichen, mit viel gelb, wie die Strahlen des Sonnenscheins.

Eigentlich würde sich Mirjam, nach einer warmen Dusche, am liebsten sofort mit einer Wärmefasche ins Bett verkriechen. Denn zum Kochen hat sie heute sowieso keine Lust mehr und Brot ist ja keines da. Also schläft sie am besten ein, bevor sich der Hunger meldet. Vielleicht träumt sie ja etwas Schönes.
Doch, wenn sie bereits um sieben im Bett liegt, dann wacht sie wieder viel zu früh auf und diese schlaflosen Morgenstunden verstärkten nur ihre Angst auf den kommenden Arbeitstag.

„Ich könnte ja noch schnell einen Blick in den Blog werfen“, sagt Mirjam halblaut und schon drückt ihr Zeigefinger auf den grössten Knopf am PC-Gerät.
Nun hat sie genügend Zeit, sich noch eine grosse Tasse mit heisser Schokolade zu wärmen, denn das alte Internet-Ding ihres früheren Arbeitgebers, braucht gut zehn Minuten bis er gestartet und geladen ist. Sie hat den Computer von ihrer früheren  Chefin zum Abschied geschenkt bekommen. Man hatte sich gerade einen Neuen gekauft.

In der Küche ist es etwas wärmer, weil sie den Rollladen immer geschlossen hält. Denn das Nachbarhaus ist sehr nahe gebaut und dort steht dauernd jemand am Fenster seines Badezimmers und sieht zu ihr herüber. Das ist ihr unangenehm. Zudem muss sie in dieser dunklen Jahreszeit sowieso immer das Licht einschalten.
„Ob ein neuer Kommentar eingetroffen ist?“, fragt sich Mirjam, während sie die Schränke nach etwas Süssem durchsucht. Sie hat sich in ihrer Wohnung das hörbare Denken angewöhnt, denn es unterbricht etwas die Stille. „Ich kann ja nur schnell nachsehen und nachher gleich ins Bett gehen, denn ich bin doch ziemlich müde.“

Aber meistens kann sie sich von ihrem Computer nicht mehr so schnell lösen, denn da tut sich für sie eine andere Welt auf. Ihre eigene Welt oder zumindest ihr kleines Dorf, das sie sich inzwischen erschaffen hat. Da wird getratscht, erzählt und geklönt, wie auf einem richtigen Dorfplatz. Manchmal kann sie lachen und manchmal macht es sie eher traurig. Hier taucht sie ein in die Geschichten und Schicksale und fühlt sich als vollwertiger Teil dieser Gemeinschaft. Man nimmt Anteil am Leben von anderen und erhält Zuspruch und Aufmunterung wenn das eigene Leben wieder einmal unerbittlich ist.
Hier wird sie nicht nach ihrem Äusseren beurteilt, noch will sie jemand ändern. Da darf sie sein, wie sie ist und auch, wenn sie halt manchmal etwas langsamer als andere denkt, hier merkt es niemand.
Es gibt einige die ihr folgen, ein paar die ab und zu etwas anmerken und eine knappe handvoll Bekannte, die sie zwar nicht persönlich kennt, die aber durch einen regelmässigen Austausch von Kommentaren inzwischen ein wenig vertraut sind.

Mit etwas süssem Gebäck und der dampfenden Tasse setzt sich Mirjam vor den Computer und öffnet ihren Internet Blog „Meine Traumwelten“.
Sie hat sich schon immer gerne in diese Welten zurückgezogen und darum hat sie ihrem Blog auch diesen Namen gegeben. Hier ist sie „die Traumfängerin“ und schlüpft in ihren Träumereinen  als Traumfrau in die Personen, die sie gerne wäre und lebt in den Welten, die ihr in Wirklichkeit verwehrt bleiben. Das gefällt vielen, denn die grosse Sehnsucht nach einer anderen, traumhaften Welt bewegt viele.

Daneben beschreibt sie in einem unregelmässigen Tagebuch als „Klops“, das Leben das sie führt. Damit kann sie sich Luft verschaffen, kann erzählen was sie quält und loswerden was sie bedrückt. Natürlich verschleiert sie die Tatsachen so, dass bisher niemand auf die Idee kam, dass die bedrückenden Erlebnisse dieses dummen, dicken „Klopses“ Wirklichkeit sind und nicht bloss das Pendant zur herrlichen Welt der „Traumfängerin“.

Mirjam sieht wie immer zuerst im Tagebuch des „Klopps“ nach, ob ihr jemand zum letzten Eintrag etwas geschrieben hat. Doch hier gibt es nur selten Kommentare, denn die Leserinnen wollen sich nicht mit dieser tristen Welt befassen. Sie lassen sich lieber von ihren fantastischen Geschichten unterhalten.

Ein erstauntes „Oh!“ entwischt Mirjam. „Ein Kommentar wird angezeigt“ wundert sie sich vernehmlich.
Schnell öffnet sie das Kommentarfeld und liest halblaut:

„Liebe Unbekannte
Seit einigen Tagen lese ich immer wieder in deinem Blog. Er gefällt mir gut. Du kannst ganz schöne Geschichten schreiben.
Vor allem dein Tagebuch berührt mich, denn vieles das Du dort als „Klops“ schreibst, kommt mir bekannt vor. Weil manchmal erlebe ich Ähnliches, wie du es beschreibst. Ich bewundere, wie gut du dich in so eine Person versetzten kannst und es tut mir gut, dass du schreibst, was ich manchmal fühle, auch wenn du es nur erfindest. Leider kann ich nicht so schreiben wie du, entschuldige bitte.
Das wollte ich dir nur einmal mitteilen.
Liebe Grüsse“


Mirjam liest es zweimal, dreimal und ein feines Lächeln überzieht ihr Gesicht. Ihr wird warm und sie zieht den Mantel aus.

® Copyright by Herr Oter 2012























:(

Freitag, 5. Oktober 2012

Heute speziell für:




Barbara:

Lieber ein flotter Spruch, 
als eine miese Geschichte.

meint Herr Oter .......

übrigens, es lohnt sich, ein wenig auf den tollen Seiten von Barbara: Wi(e)der-Sprüche
zu verweilen! Man findet dort herrliche Foto's, wunderbare Märchen und kluge Texte.


:)

Mittwoch, 3. Oktober 2012




Im Leben lernt der Mensch
zuerst gehen und sprechen.
Es kann vorkommen, dass man froh wäre, 
er hätte nur Ersteres getan.


:))

Freitag, 28. September 2012





Willst Du wissen, 
wer Du warst, 
so schau, wer Du bist. 

Willst Du wissen, 
wer Du sein wirst, 
so schau, was Du tust.

Buddhistische Weisheit



:)

Donnerstag, 27. September 2012




Worte
haben die Kraft zu verändern!
Sie können aufbauen oder zerstören.

Wir sollten uns wieder vermehrt für das Erste entscheiden
wünscht sich Herr Oter





:) 

Mittwoch, 26. September 2012






Ein Abschied verleitet immer dazu, 
etwas zu sagen, 
was man sonst nicht ausgesprochen hätte.

Michel de Montaigne
Michel Eyquem de Montaigne (1533 - 1592) war franz. Politiker, Philosoph und Begründer der Essayistik.





:(

Dienstag, 25. September 2012





Wasser erstarrt zu Eis, 
Eis schmilzt zu Wasser. 
Wasser verdunstet durch die Sonne,
der Regen bringt es wieder.

Was geboren ist, stirbt wieder; 
was gestorben ist, lebt wieder. 

Leben und Tod, beides ist gut so!

Buddhistische-Weisheit






:)








Wer nicht lächeln kann, 
sollte kein Geschäft eröffnen


Chinesische Weisheit




;)

Sonntag, 23. September 2012



«Die Nacht ist still, 
und in ihrer Stille verbergen sich 
die Träume
Kahlil Gibran




;/






Mittwoch, 19. September 2012



Manchmal glaube ich,
Gott ist ein Spieler.
Er würfelt!

und irgendwann sagt er:
Rien ne va plus!

bei Dir, Marie, nach neunzig Jahren. Danke für alles

Marie



:((

Dienstag, 18. September 2012





Es ist weniger schwierig, 
Probleme zu lösen, 
als mit ihnen zu leben.

 Teilhard de Chardin
 französischer Theologe, Philosoph, Anthropologe



;)

Sonntag, 16. September 2012




Ein erfolgreiches Leben,
bedingt ein zufriedenes Leben.
Ein zufriedenes Leben,
bedingt ein gewisses Mass an Bescheidenheit.

denkt sich heute Herr Oter


;)

Montag, 10. September 2012

Eindrückliche Wanderung im "Feenwald"






Eindrückliche Wanderung im "Feenwald"


Es gibt ihn wirklich, den Feenwald. Rein zufällig habe ich ihn gefunden.

Weil der Nebel sich bei uns nur mühsam auflösen wollte, beschloss ich, in ein Seitental zu fahren, das etwas höher gelegen ist und dort mit unserem kleinen Hund eine leichte Wanderung in der Spätsommersonne zu machen.

Es traf sich gut, dass ich auf dem Parkplatz neben der Kirche eine Einheimische antraf, denn so konnte ich sie nach einer schönen Wanderung in ihrer Heimatgemeinde fragen.
Sie gab mir dann den Tipp mit der gut 200 Jahre alten Brunegg Kapelle.
Ein Weg von einer guten Stunde Wanderzeit hatte sie gesagt. Zuerst über satte Weiden und Wiesen, an stattlichen Bauernhöfen und wohlgenährten Kühen vorbei und dann durch einen zauberhaften Wald bis hinauf zu der schmucken Kapelle am Waldrand.

Sie hatte recht, denn selten führte mich eine Wanderung an so märchenhaft vermoosten Waldlichtungen vorbei. Zum Teil führte sogar der Wanderweg über dicke Moosteppiche und man getraute sich fast nicht darauf zu treten. Zwischen den Baumstämmen hingen riesige Spinnennetze in denen sich die Sonnenstrahlen brachen und in deren Mitte die fette Spinne hockte und auf ihre Beute wartete. Auf der ganzen Waldstrecke wimmelte es überall nur so von kleinen und grossen Pilzen, reifen Beeren und vielfarbigen kleinen Blümchen. Es gab auch einen kleine Tümpel mit Libellen und allerlei Insekten. Ich konnte mich kaum satt sehen an diesem Paradies und musste sehr oft an meine letzte Geschichte vom Feenwald denken.
Manchmal setzte ich mich einfach inmitten diesen Mikrokosmos auf einen bemoosten Baumstamm und liess diese harmonische Stimmung einige Minuten auf mich wirken. Ein wenig kindisch vielleicht, aber ich fühle mich dabei sehr geborgen und vom etwas Grösserem getragen. Ein Teil eines ganz grossen Ganzen. Ich hörte dabei in die Stille hinein, in das Summen und Zwitschern, ins Rauschen und Knacken und in mein Innerstes, diese zufriedene Seele, die in dieser Glückseligkeit zu schwimmen schien.


© Herr Oter
Die Kapelle selber steht auf einer sonnigen Krete, beschützt von einem mächtigen Lindenbaum, umgeben von frischgemähten Matten auf dem das Heu zum Trocknen liegt. Sie ist Maria gewidmet und wunderbar renoviert. Aussen sind an ihren Seitenwände zwei schattige Bänke angebracht. Auf der einen Seite der Kapelle der weite Blick auf das Napfgebiet und auf der anderen Seite sieht man übers Entlebuch in die Innerschweizer Berge.

Ich setzte mich auf jede Seite, ass etwas Trauben und einen Apfel und liess den Blick und die Gedanken über diese herrliche Hügellandschaft in die grenzenlose Ferne schweifen. Die absolute Ruhe, die gute Luft, der würzige Duft von frischem Heu und die angenehme herbstliche Wärme liessen dem Glücksgefühl freien Lauf.
Ich hatte natürlich auch ein Buch mitgenommen und so war schnell über eine Stunde vorbei und mit dem Hund an der Leine trat ich fast etwas widerwillig den Rückweg an. Die erste Hälfte wanderten wir nochmals durch diesen wunderschönen mystischen Wald. Es war wirklich nochmals sehr beeindruckend, erfasste alle Sinne und liess einem ob der Schönheit ziemlich demütig und bescheiden werden. Wie wenig braucht es doch für das ganz grosse Glück.

Für den zweiten Teil des Rückmarsches wählte ich dann einen Wanderweg, der durch eine eindrucksvolle Schlucht führt, deren wilde Schönheit sich in der untergehenden Sonne in goldigen Farben aber ganz sanft und romantisch präsentierte. Querliegende Baumstämme und tiefe Wasserrinnen zwischen nackten Felsklötzen lassen jedoch vermuten, dass aus dem silbrigen, sprudelnden Bergbächchen auch schnell ein reissender zerstörerischer Wildbach werden kann. Doch heute gab sich alles ganz friedlich und unterstützte die harmonischen Eindrücke der zurückliegenden Wanderung.
Es wunderte mich nicht, dass sich unweit daneben der runde Platz eines Waldkindergartens blicken liess. Farbige Steine grenzten die Wildnis von den mit Weidenruten gestalteten Sitzbänken um die Feuerstelle ab. Welch ein Glück für Kinder, die in solch einer natürlichen Umgebung sanft auf die bevorstehende Schule vorbereitet werden.
Der restliche Weg nach dem Wald, der Landstrasse entlang bis zur Dorfkirche, war nur noch ein Katzensprung.

Während des ganzen Ausfluges von über fünf Stunden begegnete uns keine Menschenseele. Das hat mich gewundert. Gerne hätte ich diese Eindrücke mit jemandem geteilt, aber scheinbar hat man am Samstag anderes zu tun. Mir jedenfalls wird dieser aussergewöhnliche Spätsommertag unvergesslich bleiben.



:))

Samstag, 8. September 2012





Es gibt erfülltes Leben 
trotz vieler unerfüllter Wünsche.


Dietrich Bonhoeffer
lutherischer Theologe, im KZ Flossenbürg erhängt




:/